1800 Kilometer zur Ausbildungsstätte

Spreewelten Bad bildet bulgarischen Kochlehrling aus

Ein sechswöchiges Praktikum in Deutschland hat Kamen Ivov Mitev aus Bulgarien bereits hinter sich.

Vom ersten Tag an, hat er in der Küche des Spreewelten Bades Fleiß und Geschicklichkeit bewiesen. Seine Kollegen der SIS Servicegesellschaft im Spreewald mbH zeigten sich beeindruckt. „Er sieht die Arbeit von allein und ist sehr schnell“, schwärmt Melanie Lerch, Restaurantleiterin in den Spreewelten.

Nun wagt sich der junge Mann an eine dreijährige Ausbildung zum Koch. Fernab von seiner Heimat ergreift der 26-Jährige eine große Zukunfts-Chance. „Es gehört schon ganz schön viel Mut dazu, für eine solch lange Zeit in ein fremdes Land zu gehen“, bemerkt Axel Kopsch, Prokurist der Spreewelten. „Wir möchten Kamen eine Chance geben, obwohl es sicherlich auch eine Herausforderung für beide Seiten wird“, ergänzt er. Der junge Bulgare spricht noch nicht sehr viel Deutsch. „Aber er bemüht sich sehr“, fügt der Bad-Chef gleich an.

„Im Hinblick auf die Fachkräftesicherung, gerade in der Tourismusbranche, werden auch andere Unternehmen zukünftig solch einen Weg gehen müssen“, ist Axel Kopsch überzeugt. Das Interesse der deutschen Jugendlichen einen Beruf in der Gastronomie zu erlernen, ist schon seit einigen Jahren alarmierend. Die geschickte Lenkung ausländischer Arbeitnehmer könnte die Lücke aber kompensieren. Kamen Mitev freut sich jedenfalls auf seinen neuen Lebensabschnitt. Auch wenn er es auf Deutsch noch nicht sagen kann, zeigt das Strahlen in seinem Gesicht, wie sehr er sich über seinen Ausbildungsvertrag freut.